Im Zusammenhang mit der von der Stadt Freiburg im Oktober 2025 gestarteten Kampagne „Unser Klimaquartier“ hat sich im Bürgerverein Brühl-Beurbarung die Arbeitsgruppe „Klimaquartier Brühl“ gebildet. Hier sollen eigene stadtteilbezogene Aktivitäten entwickelt werden, die den Rahmen des bis Februar 2027 laufenden Vorhabens der Stadt nutzen können. Gegenwärtig (Frühjahr bis Sommer 2026) läuft in der Gruppe ein Prozess zur Sondierung geeigneter Projekte, die auf dem Weg zum „Klimaquartier Brühl“ verfolgt werden sollen. Nach ersten Beratungen wurde eine vorläufige Auswahl mit folgenden Themen bestimmt, für die sich Mitglieder der Arbeitsgruppe engagieren (in Klammern Zuordnung zu den Themenfeldern der städtischen Kampagne):
Artenvielfalt auf Grünflächen von Genossenschaften („Unser Garten“)
Große Wohnungsbaugenossenschaften wie der Bauverein Breisgau verfügen im Stadtteil Brühl über erhebliche Grünflächen und könnten ein wichtiger Akteur für die Entwicklung eines Modellprojekts zur Förderung von Biodiversität sein. Ideen und Anregungen für ein solches Projekt etwa im Bereich der Grünanlage zwischen Komturstraße und Waldkircher Straße liegen bereits vor. Dabei geht es um das Anlegen von Blühstreifen, Pflanzen von Sträuchern und Bäumen, bis hin zur Einrichtung von Mini-Parzellen zum Gemüseanbau. Es gibt dafür Unterstützungsbereitschaft bei Mietern in den anliegenden Häusern und die Stadtverwaltung bietet kostenfreie Fachberatung vor Ort und finanzielle Unterstützung durch Förderprogramme wie z.B. GebäudeGrün hoch³ an. In einem ersten Schritt ist zu klären, ob es seitens der Genossenschaft eine grundsätzliche Offenheit für ein derartiges Projekt gibt. Dazu wird ein Gespräch mit den verantwortlichen Entscheidungsträgern der Genossenschaft angestrebt. Bereits bestehende Gärten im Quartier könnten ebenfalls mit einbezogen werden.
Pocketgärten Komturstraße („Unsere Straße“)
Im Zuge der vor rund zwei Jahren in der Komturstraße durchgeführten Entsiegelung von Flächen wurden sog. Pocketgärten angelegt. Einige der im öffentlichen Raum platzierten Pflanzkübel und zwei Flächen werden bereits von Anwohnerinnen und Anwohnern kontinuierlich
betreut und gepflegt. Weitere Personen aus dem näheren Umkreis sollen für hier bisher vom Grünflächenamt der Stadt betreute Flächen gewonnen werden.
Pocketgärten – Bürgerverein Brühl-Beurbarung e.V.
Schulwegsicherung an Grundschulen („Unsere Straße“)
Mit der Tullaschule und der Lortzingschule gibt es zwei Grundschulen im Stadtteil Brühl. Für die Schulwege der Kinder dieser Schulen sollen bereits begonnene Initiativen zur Verbesserung der Sicherheit fortgesetzt und weiter entwickelt werden. In Zusammenarbeit mit dem Bündnis Sichere Schulwege in Freiburg geht es dabei auch um Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und zur Eindämmung der durch zu viele „Eltern-Taxis“ verursachten Probleme. Durch die Initiative Sicherer Schulweg des Landes mit dem Programm „Movers – aktiv zur Schule“ gibt es Unterstützung bei der Einführung von Schulzonen und Schulstraßen.
„Kippenkasten“ als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit („Unsere Gemeinschaft“)
Als Aschenbecher in Form einer Umfragebox wurden an bisher zwei Standorten in Brühl Kippenkasten zur umweltgerechten Entsorgung von Zigarettenkippen aufgestellt. Zwei weitere (Kaiserstuhlplatz und Kenzinger Straße) werden demnächst installiert. Die Umfragefunktion soll künftig auch für die Kommunikation über Klimaschutzthemen in Verbindung mit digitalen Kanälen wie der Website des Bürgervereins, der Website Kippenkasten und Instagram genutzt werden
Foodsharing in Brühl („Unser Essen“)
Im Stadtteil Brühl ist bisher nur eine Anlaufstelle für Foodsharing in der Neulindenstraße 24 bekannt. Ob sich genügend Interessierte für ein weiteres Projekt finden, ist noch offen.
Photovoltaik in Brühl („Unser Zuhause“)
Der Ausbau von Photovoltaik (PV) ist auch in Freiburg ein zentraler Baustein für die Erreichung des von der Stadt ausgegebenen Ziels der Klimaneutralität bis zum Jahr Zur Frage, was die PV-Ausbauziele der Stadt und die dazu bisher von der Verwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen konkret für den Stadtteil Brühl bedeuten, ist bisher wenig bekannt. Es gibt aber Anhaltspunkte dafür, dass auf den Dächern von Brühl ein besonders hohes Potenzial für den PV-Ausbau liegt. Daten zum bisherigen Verlauf und aktuellen Stand des PV-Ausbaus in den drei Bezirken des Stadtteils lassen sich aus den EEG Jahresabrechnungen des Netzbetreibers TransnetBW und dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gewinnen. Damit soll ein genaueres Bild zum Stellenwert von Brühl für die Erreichung der PV Ausbauziele Freiburgs gezeichnet werden. Unterstützung für Planung und Installation von Balkonsolaranlagen kann über entsprechende Angebote von Balkon.Solar e.V. und Fesa e.V. (BalkonScout Freiburg) organisiert werden.
Die Arbeitsgruppe Klimaquartier Brühl nimmt die Erfahrungen der schon viel länger bestehenden Initiativen in zwei Nachbarstadtteilen in den Blick (Arbeitskreis Klima des Bürgervereins Herdern und Initiative Hochdorf 2035 klimaneutral). Dazu werden auch Ergebnisse der Evaluationen entsprechender Vorläuferprojekte in Waldsee und Herdern/Neuburg berücksichtigt.
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